Masterthesis von Frau Helga Sterrer, PM.ME., zum Thema „Ethische Fallberatung im extramuralen Bereich der Langzeitpflege. Von der Initiative bis zur Realisierung im Bundesland Oberösterreich“

Die Masterthesis von Frau Helga Sterrer, PM.ME., Mitglied des Ethikkomitees zur ethischen Fallberatung im extramuralen Bereich der Langzeitpflege des Landesverbandes Hospiz OÖ zum Thema „Ethische Fallberatung im extramuralen Bereich der Langzeitpflege. Von der Initiative bis zur Realisierung im Bundesland Oberösterreich“ finden sie unter „Literatur, Broschüren, Masterthesen“.

Ein Bericht des Sankt Barbara Hospiz in Linz

Seit Ende Juli ist das St. Barbara Hospiz mit seinen 5 Betten voll belegt.

Wir haben uns als Team schon recht gut ein- und zusammengelebt. Die anfänglichen Schwierigkeiten mit der Koordination aller Abläufe, die Mühen eines neuen Dokumentationssystems haben wir weitgehend hinter uns gelassen und stellen uns den Herausforderungen, die Menschen mit ganz unterschiedlichen medizinisch wie pflegerischen Anforderungen mit sich bringen. Das Team ist sehr engagiert, alle bringen sich ein, und so ist eine gute Basis entstanden, schwerstkranken Menschen eine gute Lebenszeit und ein würdevolles Sterben unter bestmöglicher Symptomkontrolle zu ermöglichen.

Auch die Angehörigen werden in dieser schwierigen Zeit bestmöglich begleitet. Vieles darf sich noch entwickeln und muss noch wachsen. Das Wichtigste erscheint mir bei jedem Menschen, der zu uns kommt neu zu fragen: “Was braucht und will dieser Mensch und seine Angehörigen jetzt von uns?“ Uns immer wieder auf jeden Menschen neu einzulassen und unser Bestmögliches dazu tun, diesen uns anvertrauten Menschen annähernd gerecht zu werden, ist unsere Aufgabe.

Pionier zu sein in der stationären Hospizbetreuung in Oberösterreich verleiht uns einen besonderen Geist. Es gibt keine eingefahrenen Strukturen, wir dürfen etwas Neues mitgestalten. Anderseits spüren wir auch die große Erwartungshaltung. Wir sind uns dieser großen Verantwortung bewusst und tragen unseren Teil zum Gelingen bei. Eine Atmosphäre zu schaffen, in der das Unaushaltbare Ausdruck findet – in welcher Form auch immer – vor dem Unausweichlichen nicht weglaufen, sondern dableiben und die Angehörigen bestmöglich zu stützen, ist viel.
Dass uns das gelingt, das wünsche ich uns und allen Menschen, die zu uns kommen.

Margret Krebelder, DGKP
Hospizleitung

 

Chronik  St. Barbara  Hospiz

 2014
Die Elisabethinen, Vinzenz Gruppe , Barmherzige Brüder und das Rote Kreuz erarbeiten ein Konzept zu Errichtung und Betrieb eines stationären Hospizes in Oberösterreich und präsentieren dieses im Dezember Herrn Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer.

21. September 2015
Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer erklärt in einer Pressekonferenz, dass ein stationäres Hospiz, zunächst als Provisorium mit fünf Betten, in den Räumlichkeiten des Krankenhauses der Elisabethinen eröffnet und zum größten Teil vom Land OÖ und den Sozialversicherungs-trägern finanziert werden soll. In weiterer Folge ist die Übersiedelung in ein eigenes Gebäude und die Aufstockung auf 10 Betten geplant.

März 2016
Gründung der St. Barbara Hospiz GmbH, als Geschäftsführer wird Herr Univ.-Doz. Dr. Martin Bischof, MBA bestellt. Als Hospizleitung wird Frau DGKP Margret Krebelder eingesetzt; in der Anfangsphase wird die pflegerische Leistung von der Barmherzige Schwestern Pflege GmbH unter der Geschäftsführung von Frau Jana Bockholdt erbracht. Die ärztliche Versorgung des Hospizes übernimmt das Ärzteteam der Palliativstation des Krankenhauses der Elisabethinen unter OA Dr. Bernhard Reiter.

März bis Juni 2016
Vorbereitungsarbeiten wie Adaptierung der provisorischen Räumlichkeiten im Krankenhaus der Elisabethinen, Personalauswahl und -aufnahme

8. Juni 2016 Feierliche Eröffnung des St. Barbara Hospizes durch Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer mit feierlicher Segnung der Räumlichkeiten durch Bischofsvikar Prof. Dr. Severin Lederhilger und Superintendent Dr. Gerold Lehner.

27. Juni 2016 Die 1. Bewohnerin zieht ins St. Barbara Hospiz ein

Hospizeröffnung 5Hospizeröffnung 2Hospizeröffnung 3Hospizeröffnung 4

Interdisziplinärer Basislehrgang 2017/2018 für Palliative Care am BFI in Linz

Interdisziplinärer Basislehrgang 2017/2018 für Palliative Care am BFI in Linz

Weiterbildung für Pflegende nach GuKG § 64

Die interdisziplinäre, berufsbegleitende Weiterbildung Palliativpflege dauert zwei Semester und umfasst 205 Unterrichtseinheiten Theorie sowie 80 Stunden Praktikum in einer Palliative-Care-Einrichtung.

Zielpersonen:
Dieser Lehrgang richtet sich an Mitglieder der pflegerischen, ärztlichen, seelsorglichen, psychosozialen Berufsgruppe, an jene, welche Menschen mit körperlichen und/oder geistigen Beeinträchtigungen betreuen, an Personen welche mit einer Leitungsaufgabe im Kontext von Palliative Care betraut sind sowie an ehrenamtlich Tätige.

Auszug der Lehrinhalte:
• Historie, Entwicklung der Hospizidee
• Allgemeine, spezielle und komplementäre Palliativpflege
• Krankheitsbilder und Möglichkeiten der Symptomlinderung z.B. bei Schmerz, Fatigue, painful mouth, exulcerierendem Tumorwachstum, Obstipation, Angst, Verwirrtheit, usw. aus mehrdimensionaler Sicht
• Auseinandersetzung mit spezifischen ethischen Fragestellungen und Entscheidungsfindungsprozessen; Formen der Sterbebegleitung
• Palliative Geriatrie, palliative Pädiatrie
• Rechtliche Aspekte
• Trauer-, Angehörigenbegleitung
• Ritualarbeit
• Pflege verstorbener Menschen, usw.
• Entwicklung einer palliativen Haltung; Existenzanalyse und Logotherapie im Kontext von Palliative Care, Lebens-gestaltung und –begleitung trotz Leid, usw.

Eine Besonderheit der Weiterbildung Palliativpflege am Berufsförderungsinstitut in Linz bildet der Schwerpunkt Palliative Geriatrie.

Leitung der Weiterbildung:
Sabine Feichtner, Dr. (health sciences), MSc (Palliative Care), MSc (Psychotherapie), MSc (Mediation & Konfliktregelung), MEd (Master of Education), Psychotherapeutin, akademische Lehrerin für Gesundheits- und Pflegeberufe, Diplomsozialbetreuerin, diplomierte Gesundheits- und Krankenschwester

Downloads:
Lehrgangsinformationen
Beilage Rahmendaten

Projekt „Palliative Betreuung und Pflege in der Geriatrie“

Das Projekt „Palliative Betreuung und Pflege in der Geriatrie“ hat die Implementierung von Palliativkultur im extramuralen geriatrischen Langzeitpflegebereich zum Ziel.

Es wird in Kooperation mit der Altenbetreuungsschule des Landes Oberösterreich durchgeführt und beinhaltet umfassende Schulungsmaßnahmen, unter Einbindung aller in der Einrichtung tätigen Professionen.

Bitte entnehmen Sie detaillierte Informationen zu den Projektinhalten und –zielen, zur Projektorganisation und -finanzierung sowie zu den Ansprechpersonen dem Menüpunkt Bildung / Bildung für Hauptamtliche.

Ethische Fallberatung im Langzeitpflegebereich

Medizinische Entscheidungen in der Phase eines zu Ende gehenden Lebens sind von großer Tragweite und stellen eine besondere Herausforderung an ÄrztInnen und Pflegende dar. Vom Landesverband Hospiz OÖ wurde daher ein Konzept zur ethischen Fallberatung erarbeitet. Ziel ist es, ein gemeinsam getragenes Behandlungskonzept festzulegen, verschiedene Behandlungsoptionen zu erörtern und bei der Festlegung einer Behandlungsoption zu helfen.

Die medizinische Fallberatung richtet sich an niedergelassene Ärzte/Ärztinnen, Verantwortliche einer Pflegedienstleitung bzw. an die Bereichsleitung im Altenheim, sowie Verantwortliche eines ambulanten Dienstes.

Mehr zur Ethischen Fallberatung!