Hilfe & Begleitung

Wenn Sie Hilfe oder Unterstützung für die letzte Lebensphase benötigen

Einige Krankenhäuser sind mit eigenen Palliativstationen oder Palliativkonsiliardienste ausgestattet. Das sind speziell geschulte Ärzte und Pfleger, die den Patienten direkt im Krankenhaus mit Ihrer Fachkompetenz unterstützen. Wenn Sie zuhause Hilfe benötigen stehen Ihnen Mobile Palliativteams oder mobile Hospizteams zur Seite. Diese Dienste sind für sie kostenlos. Weiters gibt es seit Juni 2016 das erste Stationäre Hospiz Oberösterreichs.

Der Ansatz der Palliative Care zeigt viele Maßnahmen auf, die in der letzten Lebensphase gesetzt werden können, um Lebensqualität sowie ein möglichst hohes Maß an Selbstständigkeit zu fördern. Wichtig ist dabei ein gut abgestimmtes Miteinander von unterschiedlichen Berufsgruppen: Ärzten und Ärztinnen, Fachpflegepersonal, Menschen die in den Bereichen Heimhilfe, Ergo- und Physiotherapie, Sozialarbeit oder Seelsorge tätig sind. Große Bedeutung haben auch ehrenamtliche MitarbeiterInnen. Gemeinsam werden Akzente zur Begleitung und Unterstützung gesetzt, die den Prozess des Sterbens als Teil des Lebens wahrnehmbar machen. Pflegende Angehörige sind ebenso eine wichtige Zielgruppe.

Immer wieder wird öffentlich über das Thema Sterbehilfe diskutiert und über die Frage, wie wichtig es sei, den Wunsch eines Menschen zu respektieren, der sterben will. Dieser Wunsch basiert oft auf großer Angst vor unerträglichen Schmerzen oder auf der Befürchtung, betreuenden Angehörigen zu sehr zu Last zur fallen.

Die Sterbebegleitung ist oft ein Tabuthema. Das Zulassen des Sterbens scheint teils auch in Spitälern und Heimen  in Konkurrenz zur Überzeugung zu stehen, alles Menschenmögliche für Patienten und Patientinnen, Bewohner und Bewohnerinnen unternehmen zu müssen.

Etwa 10 Prozent der Menschen in der letzten Lebensphase benötigen eine spezialisierte Begleitung durch Palliative Care. Von diesem Ansatz profitieren nicht nur die Betroffenen sondern alle Felder im Gesundheits- und Sozialwesen.