Ein Bericht des Sankt Barbara Hospiz in Linz

Seit Ende Juli ist das St. Barbara Hospiz mit seinen 5 Betten voll belegt.

Wir haben uns als Team schon recht gut ein- und zusammengelebt. Die anfänglichen Schwierigkeiten mit der Koordination aller Abläufe, die Mühen eines neuen Dokumentationssystems haben wir weitgehend hinter uns gelassen und stellen uns den Herausforderungen, die Menschen mit ganz unterschiedlichen medizinisch wie pflegerischen Anforderungen mit sich bringen. Das Team ist sehr engagiert, alle bringen sich ein, und so ist eine gute Basis entstanden, schwerstkranken Menschen eine gute Lebenszeit und ein würdevolles Sterben unter bestmöglicher Symptomkontrolle zu ermöglichen.

Auch die Angehörigen werden in dieser schwierigen Zeit bestmöglich begleitet. Vieles darf sich noch entwickeln und muss noch wachsen. Das Wichtigste erscheint mir bei jedem Menschen, der zu uns kommt neu zu fragen: “Was braucht und will dieser Mensch und seine Angehörigen jetzt von uns?“ Uns immer wieder auf jeden Menschen neu einzulassen und unser Bestmögliches dazu tun, diesen uns anvertrauten Menschen annähernd gerecht zu werden, ist unsere Aufgabe.

Pionier zu sein in der stationären Hospizbetreuung in Oberösterreich verleiht uns einen besonderen Geist. Es gibt keine eingefahrenen Strukturen, wir dürfen etwas Neues mitgestalten. Anderseits spüren wir auch die große Erwartungshaltung. Wir sind uns dieser großen Verantwortung bewusst und tragen unseren Teil zum Gelingen bei. Eine Atmosphäre zu schaffen, in der das Unaushaltbare Ausdruck findet – in welcher Form auch immer – vor dem Unausweichlichen nicht weglaufen, sondern dableiben und die Angehörigen bestmöglich zu stützen, ist viel.
Dass uns das gelingt, das wünsche ich uns und allen Menschen, die zu uns kommen.

Margret Krebelder, DGKP
Hospizleitung

 

Chronik  St. Barbara  Hospiz

 2014
Die Elisabethinen, Vinzenz Gruppe , Barmherzige Brüder und das Rote Kreuz erarbeiten ein Konzept zu Errichtung und Betrieb eines stationären Hospizes in Oberösterreich und präsentieren dieses im Dezember Herrn Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer.

21. September 2015
Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer erklärt in einer Pressekonferenz, dass ein stationäres Hospiz, zunächst als Provisorium mit fünf Betten, in den Räumlichkeiten des Krankenhauses der Elisabethinen eröffnet und zum größten Teil vom Land OÖ und den Sozialversicherungs-trägern finanziert werden soll. In weiterer Folge ist die Übersiedelung in ein eigenes Gebäude und die Aufstockung auf 10 Betten geplant.

März 2016
Gründung der St. Barbara Hospiz GmbH, als Geschäftsführer wird Herr Univ.-Doz. Dr. Martin Bischof, MBA bestellt. Als Hospizleitung wird Frau DGKP Margret Krebelder eingesetzt; in der Anfangsphase wird die pflegerische Leistung von der Barmherzige Schwestern Pflege GmbH unter der Geschäftsführung von Frau Jana Bockholdt erbracht. Die ärztliche Versorgung des Hospizes übernimmt das Ärzteteam der Palliativstation des Krankenhauses der Elisabethinen unter OA Dr. Bernhard Reiter.

März bis Juni 2016
Vorbereitungsarbeiten wie Adaptierung der provisorischen Räumlichkeiten im Krankenhaus der Elisabethinen, Personalauswahl und -aufnahme

8. Juni 2016 Feierliche Eröffnung des St. Barbara Hospizes durch Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer mit feierlicher Segnung der Räumlichkeiten durch Bischofsvikar Prof. Dr. Severin Lederhilger und Superintendent Dr. Gerold Lehner.

27. Juni 2016 Die 1. Bewohnerin zieht ins St. Barbara Hospiz ein

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