Kooperation mit Gkk
Mit Jahresanfang 2011 startete eine
Kooperation mit der oberösterreichische Gebietskrankenkasse.
Der Impuls ging vom Referat für Palliativmedizin der
oö. Ärztekammer aus, deren Leiter, Dr. Wolfgang
Wiesmayr zugleich Vorsitzender des Vorstands des Landesverband Hospiz
Oö. ist.
Ein Problem bei der Palliative Care
Versorgung im niedergelassenen Bereich ist der teils sehr hohe
Zeiteinsatz bei Betreuung und Koordination durch Haus- oder
Vertrauensarzt. Bislang gibt es dafür – auch in
anderen Bundesländern – keine Abrechnungsposten.
Dies führt oft dazu, dass PatientenInnen in der letzten
Lebensphase, obwohl sie lieber Zuhause bleiben würden, ins
Krankenhaus überwiesen werden, weil ein Arzt im
niedergelassenen Bereich nicht verfügbar ist.
Im auf eineinhalb Jahre ausgelegten
Pilotprojekt können Ärzte in den Regionen die durch
die Palliativstationen oder Palliativteams versorgt werden und die eine
Zusatzqualifikation in Palliaive Care haben, nun deutlich mehr mit der
Krankenkasse abrechnen.
„Wir sind davon überzeugt, dass dies zu einer klar erkennbaren Reduktion von Spitalseinweisungen führen wird, die nicht nur hohe Kosten verursachen sondern oft auch gegen die Intentionen und Bedürfnisse der Menschen in der letzten Lebensphase und ihrer Angehörigen gehen“, so Wiesmayr. Erfahrungen und Analysen z. B. auch der Steiermark zeigen deutlich, dass die extramurale Betreuung günstiger kommt - „und sie hat eine sehr große Bedeutung für die individuelle Unterstützung von Lebensqualität bis zuletzt.“ Wiesmayr ist sich sicher, dass die Ergebnisse des Projekts dies untermauern und entsprechend ein Übergang in den „Regelbetrieb“ umgesetzt wird.
