Begleitung & Unterstützung 

Die letzte Lebensphase ist oft ein Tabuthema. Das Zulassen des Sterbens scheint teils auch in Spitälern und Heimen  in Konkurrenz zur Überzeugung zu stehen, alles Menschenmögliche für Patienten und Patientinnen, Bewohner und Bewohnerinnen unternehmen zu müssen.

Immer wieder wird öffentlich über das Thema Sterbehilfe diskutiert und über die Frage, wie wichtig es sei, den Wunsch eines Menschen zu respektieren, der sterben will. Dieser Wunsch basiert oft auf großer Angst vor unerträglichen Schmerzen oder auf der Befürchtung, betreuenden Angehörigen zu sehr zu Last zur fallen.

Der Ansatz der Palliative Care zeigt viele Maßnahmen auf, die in der letzten Lebensphase gesetzt werden können, um Lebensqualität sowie ein möglichst hohes Maß an Selbstständigkeit zu fördern. Wichtig ist dabei ein gut abgestimmtes Miteinander von unterschiedlichen Berufsgruppen: Ärzten und Ärztinnen, Fachpflegepersonal, Menschen die in den Bereichen Heimhilfe, Ergo- und Physiotherapie, Sozialarbeit oder Seelsorge tätig sind. Große Bedeutung haben auch ehrenamtliche MitarbeiterInnen. Gemeinsam werden Akzente zur Begleitung und Unterstützung gesetzt, die den Prozess des Sterbens als Teil des Lebens wahrnehmbar machen. Pflegende Angehörige sind ebenso eine wichtige Zielgruppe.

Etwa 10 Prozent der Menschen in der letzten Lebensphase benötigen eine spezialisierte Begleitung durch Palliative Care. Von diesem Ansatz profitieren nicht nur die Betroffenen sondern alle Felder im Gesundheits- und Sozialwesen..